Lesebühne Schiefertafel

Nachdenken – Schreiben – Initiativen ergreifen

 

Corona geht natürlich auch nicht spurlos an den Autorinnen und Autoren der Lesebühne Schiefertafel vorbei Auch sie sind von den „Geboten der Stunde“ beeinflusst und beeinträchtigt. Sie suchen in der Isolation nach Wegen, ihre Verbundenheit mit den Menschen mit ihren Mitteln und Möglichkeiten auszudrücken, ihnen auch Hoffnung zu geben auf ein Leben nach Corona.

Ihre Mittel sind das vom Gefühl und Verstand geprägte Schreiben von Prosa und Lyrik (manchmal auch vertont). Die Möglichkeit, über Lesungen Menschen zu erreichen, ist momentan nicht gegeben. Natürlich nehmen die AutorInnen auch Internetmöglichkeiten wahr, um ihr Geschriebenes an „den Mann oder die Frau“ zu bringen, aber es fehlt die Nähe zum Publikum, der Austausch von Gedanken und Gefühlen. Deshalb erachten die SchiefertaflerInnen den ständigen Kontakt untereinander per Telefon, E-Mail, WhatsApp etc. als eine wichtige Option für alleiniges und trotzdem gemeinschaftliches Wirken. Und es ist erstaunlich, welche Kreativität Corona ausgelöst hat, welche Initiativen ergriffen wurden.

So hat Susanne Horn (Seibersbach) einen „Aufruf an alle KREATIVEN“ gestartet, in dem sie dazu ermutigt, der Fantasie freien Lauf zu lassen, zu dichten oder Geschichten zu schreiben, zu malen oder zu fotografieren oder, oder.... In diesem Zusammenhang würde sie die „Ergebnisse“ an Pflegeeinrichtungen weiter vermitteln, damit die Hilfebedürftigen merken, dass an sie gedacht wird und sie nicht alleine sind. Einen weiteren Aufruf von ihr an die Bevölkerung bezieht sich auf die Bitte, dringend benötigten „Behelf-Mund-Nasenschutz“ zu nähen für den Stift St. Martin in Bingen. Ihre Aktivitäten haben große Resonanz  gefunden und ihr Dankeschön an alle hat sie zusammengefasst mit den Worten“Gemeinsam kann man etwas bewegen“.

Josef Peil (Mastershausen), hofft, dass der 14. Mai dieses Jahres, der im Heiligenkalender ausgewiesene Feiertag der „Sankt Corona“, ein guter Tag für das Ende der Seuche wäre. Seine höchst interessanten Recherchen zu dem Namen Corona,  den meisten höchstwahrscheinlich nicht geläufig, hat er in Hochdeutsch und Hunsrücker Platt, in einer Entwicklungsgeschichte von Corona mit humorvollen Aspekten gespickt, literarisch verarbeitet. Sein Credo: Hall der die ganz Corona vum Leib!

Helga Andrae (Bacharach) versucht, mit Lyrik und  Gesang die gegenwärtige Situation darzustellen und optimistisch in die Zeit nach Corona zu schauen. Mit einem Gedicht wendet sie sich an die „Helden in Corona-Zeiten“, in dem sie den Frauen und Männer dankt, die mit Tapferkeit, Liebe, Verständnis, mit vollem Körpereinsatz sich für alte und kranke Menschen einsetzen. Welche Freuden Liebende auch in Entfernung von zwei Meter Abstand und mit Schutzmaske versehen haben können, dokumentiert sie in ihrem Lied „Liebesfeuer“( https://youtu.be/w4FEO7yQYeM ).

Die SchiefertaflerInnen freuen sich, wenn sie mit ihrem Tun ein wenig helfen können, durch die Krise zu kommen.